Kennst du Sir John Monash? Den ersten in Australien geborenen General, der australische Truppen im Ersten Weltkrieg befehligte? Er war eine erstaunliche Persönlichkeit. Ihm wird allgemein zugeschrieben, dass er durch seine sorgfältige Planung und seine Liebe zum Detail den Krieg zu Gunsten der Alliierten wenden konnte.

Ebenso entscheidend für seinen Erfolg war seine Fähigkeit, die Mentalität der Truppen von der Defensive zur Offensive zu verändern. Damit seine Truppen wieder Erfolgserlebnisse hatten, plante Monash eine Reihe kontinuierlicher Mini-Überfälle auf den Feind.

Monash wusste über die geheime Macht der Eigendynamik. Er baute eine Erfolgskultur in seinen Truppen auf, indem er klein anfing und sich dann die Kraft der Dynamik zunutze machte. Dieses kraftvolle Prinzip der Dynamik gilt für Familien genauso wie für das Schlachtfeld. Hier sind vier Bereiche, in denen du dir die Dynamik für positive Veränderungen zunutze machen kannst:

Die Entwicklung von Unabhängigkeit

Wenn ein Kind sehr abhängig von anderen ist, solltest du ihm die Möglichkeit geben, kleine Alltagsprobleme selbst zu lösen. Lass sie erleben, wie es ist, ein Problemlöser oder eine Problemlöserin zu sein. Anstatt z. B. den Konflikt zwischen Geschwistern zu lösen, kannst du deinem Kind Hinweise und Ideen geben, damit es sich mit seinem Geschwisterkind durchsetzen kann. Sie werden vielleicht nicht jedes Mal Erfolg haben, aber nach und nach sehen sie sich in der Lage, ihre eigenen Probleme zu lösen.

Das Aufbauen von Selbstvertrauen

Das Selbstwertgefühl kann auf ähnliche Weise gestärkt werden. Wenn es deinem Kind an Selbstvertrauen mangelt, um sich unter die Leute zu mischen und neue Freunde kennenzulernen, solltest du ihm helfen, soziale Erfolge in einem kleineren, intimeren Rahmen zu erleben. Ermutige es zum Beispiel, immer nur einen Freund oder eine Freundin zu dir nach Hause einzuladen, denn es ist einfacher, in vertrauter Umgebung Freundschaften zu schließen. Ermutige dein Kind auch dazu, mehr Zeit mit Aktivitäten zu verbringen, in denen es gut ist, damit es öfter und länger Selbstvertrauen erfährt. Selbstvertrauen wird normalerweise nach und nach aufgebaut.

Kooperation fördern

Kooperatives Verhalten kann ebenfalls durch Impulse aufgebaut werden. Oft erhalten unkooperative Kinder eine Menge negativer Aufmerksamkeit (viele Ermahnungen, viel Nörgelei, Anschreien) für ihre mangelnde Kooperation. Ertappe sie dabei, wie sie sich in kleinen Dingen kooperativ verhalten (unaufgefordert das Geschirr abräumen, nett zu einem Geschwisterkind sein, sich gegenüber einem Erwachsenen benehmen), damit sie erfahren, wie es ist, das Richtige zu tun.

Hilfsbereitschaft

Hilf deinen Kindern, die Wertschätzung zu erfahren, die sie durch ihre kleinen Taten der Freundlichkeit, Großzügigkeit und Hilfe erfahren. Das Gefühl, dass sie für ihre kleinen Beiträge geschätzt werden (z.B. wenn sie einem Freund ein Spielzeug leihen) oder selbstlos handeln (z.B. wenn sie einem älteren Menschen einen Sitzplatz im Bus überlassen), kann für manche Kinder genau die richtige Stärkung sein, um sich selbst als positiven Beitrag zu ihrer Familie und anderen Gruppen zu sehen.

Kleine Veränderungen schaffen den nötigen Schwung, der zu bedeutenden Verhaltensänderungen führt. Das Gegenteil von Schwung ist Trägheit, was bedeutet, dass sich in deiner Familie nicht viel ändern wird, egal wie sehr du deine Kinder erinnerst, herausforderst oder schikanierst.

Setz dich in Bewegung in die Richtung, die du dir wünschst (besseres Verhalten/mehr Kooperation/größere Hilfsbereitschaft/größeres Selbstvertrauen), und lass die Magie der Eigendynamik auf dich wirken, um signifikante Veränderungen zu erreichen, die du dir für deine Kinder oder dein Familienleben wünschst.

Bildquelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/rotes-und-schwarzes-sari-kleid-der-frauen-1805843/

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