Für viele Beziehungen im Leben gibt es keine Gebrauchsanweisung. Wie genau lernt man…

  • Ein guter Ehepartner zu sein?
  • Ein guter Schüler zu sein?
  • Ein guter Elternteil zu sein?
  • Ein guter Kunde in einem Café zu sein?

Insbesondere wenn du keinerlei Anleitung hast ist es normal sich zu fragen: „Mache ich das überhaupt richtig?“ Und genau wie bei all diesen Themen kann es schwer sein, zu wissen, wie du mit Führungspersonen im Leben deines Kindes umgehen sollst. Vielleicht ist dein Kind in einer kleinen Freizeitgruppe der Jugendhilfe oder in der Kirche. Vielleicht denkst du auch an eine Lehrkraft oder einen Trainer.

Was sagst du dann?

Bietest du an vorbeizukommen oder lädst du die Personen zu dir ein?

Ist das komisch?

Die Wahrheit ist, dass es schwierig sein kann, eine gute Beziehung zum Leiter oder zur Leiterin der Kleingruppe deines Kindes oder zu einer anderen Führungsperson in seinem Leben aufzubauen. Eine solche Beziehung sieht in jedem Alter, bei jedem Kind und bei jedem Leiter anders aus. Aber als langjähriger Kleingruppenleiter kann ich dir sagen, dass es ein paar Tricks gibt, wie du ein gutes Verhältnis zum Leiter deines Kindes aufbauen kannst, um eine gute und vertrauensvolle Beziehung zu pflegen.

1. Die Vorstellung

Seien wir doch mal ehrlich. Neue Leute kennenzulernen ist unangenehm. Keiner von uns ist wirklich gut darin. Außerdem kann es auch sehr einschüchternd sein. Deshalb ist es am besten, wenn du die Initiative ergreifst um den Druck von dir und aus der Situation zu nehmen, indem du dich zuerst vorstellst. Biete ein Treffen für einen gemeinsamen Kaffee an oder schick ihnen eine SMS.

Wie auch immer du es machst, der Leiter, Trainer oder Lehrkraft deines Kindes wird dankbar sein, dass du den ersten Schritt gemacht hast.

2. Interesse zeigen

Nicht alles, was die Kleingruppe deines Kindes tut, ist immer sinnvoll. Wenn sie noch klein sind, kommen sie vielleicht nach Hause und riechen nach Klebstoff und schütteln dabei immer noch den Glitzer von ihrer Kleidung ab. Wenn sie älter sind, holst du sie vielleicht mit schlechter Laune, verschlafenem Gesicht und dem Geruch von Chips und Energydrinks aus dem Feriencamp ab. Da ist es nur natürlich, dass du dich fragst, was um alles in der Welt diese Gruppe macht. Und die gute Nachricht, es ist in Ordnung, danach zu fragen!

Meistens wünscht sich der Leiter deines Kindes, dass du weißt, was in der Gruppe deines Kindes vor sich geht und wie sich die Dinge und dein Kind entwickeln. Aber wie bei jeder Frage macht auch hier der Ton die Musik. Selbst wenn du dir nicht sicher bist, ob eine Aktivität sinnvoll oder hilfreich war, versuche neutral danach zu fragen was passiert ist und warum, bevor du Fragen stellst wie: „Was hast du dir dabei gedacht?“

Auch wenn sie manchmal Fehler machen, investieren die Personen, die die Gruppe deines Kindes leiten, einen Großteil ihrer (Frei-)Zeit, Energie und Aufmerksamkeit, weil die Kinder wichtig für sie sind. Das allein ist schon ein guter Grund, von den besten Absichten auszugehen, auch wenn du nach etwas fragst, das für dich keinen Sinn ergibt.

3. Respekt und Wertschätzung

Der Leiter oder die Leiterin der Kleingruppe deines Kindes ist nicht der Spielkamerad deines Kindes. Sie/Er ist der Anleiter deines Kindes. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie eine Schulung für die Arbeit mit Kindern in diesem Alter absolviert haben. Als Gruppenleiter/in tragen sie eine große Verantwortung für die körperliche Sicherheit und die geistige Gesundheit einer ganzen Gruppe von Kindern. Und selbst wenn sie viel jünger sind als du, selbst wenn sie selbst noch Teenager sind, sind sie für dein Kind ein vertrauenswürdiger Erwachsener. Es ist wichtig, mit ihnen und über sie auch so zu reden.

Auf diese Weise baust du nicht nur Vertrauen zum Leiter/zur Leiterin auf (schließlich will niemand herablassend behandelt werden), sondern du zeigst deinem Kind auch, dass sein/e Leiter/in eine vertrauenswürdige Person ist und dass das, was er sagt, wichtig ist.

4. Dankbarkeit zeigen

Gibt es etwas Besseres als ein Dankesschreiben? Ja, natürlich. Ja, das gibt es. Man nennt es Geschenkkarte. Vor allem, wenn dein Kind älter wird, investiert sein Betreuer vielleicht mehr in die Zukunft deines Kindes, als dir bewusst ist. Mitfahrgelegenheiten, teils wöchentliche Termine, Urlaubstage für das Zeltlager und noch mehr Urlaubstage für Wochenendfreizeiten, das Beantworten von SMS bis spät in die Nacht und das Erscheinen bei Sportveranstaltungen haben alle ihren Preis.

Warum also nicht die (Kaffee-, Benzin-, Gefühls-)Kasse mit einem Dankesschreiben und einem Geschenkgutschein auffüllen?

5. Hilfe anbieten

Das Mantra eines guten Kleingruppenleiters ist „mach es möglich“. Aber es ist viel einfacher, wenn dir jemand zur Seite steht und Fahrdienste anbietet, Snacks zubereitet, eine Übernachtung organisiert, ein Hilfsprojekt plant oder die Kommunikation mit den anderen Eltern übernimmt. Wenn du nicht weißt, was du anbieten sollst, schick dem Leiter oder der Leiterin deines Kindes einfach die obige Liste und sag etwas wie: „Hey, ich habe diesen Artikel gelesen, in dem es darum geht, wie du den Leitern deines Kindes helfen kannst. Wäre eine Idee davon hilfreich für dich? Wenn ja, bin ich gerne bereit, mitzumachen!“ Auch wenn die Leiterin oder der Leiter sagt, dass sie oder er alles im Griff hat, wird sie oder er es zu schätzen wissen, dass du nachfragst.

Bildquelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/lebensmittel-restaurant-menschen-kaffee-4063793/

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