Letzte Woche habe ich meinen Zwillingsmädchen erzählt, dass ich ihnen ein Zeitschriftenabonnement schenken würde. Ich dachte, sie würden sich freuen, aber stattdessen antworteten sie: „Das wollen wir nicht, Mama – wir wollen nicht immer wieder Tipps über Lipgloss lesen.“

Interessant. Sie wissen schon, womit sie gefüttert werden und mögen nicht, was ihnen aufgetischt wird.

Ein paar Tage später schrieb eine Freundin von mir über Gender und die Dinge, die Familien tun können, um Geschlechterstereotypen zu bekämpfen. Ihr Beitrag war vollgepackt mit tollen Ratschlägen und brachte mich dazu, über einige der Dinge nachzudenken, die ich regelmäßig sehe und höre und die mich entweder verwirren oder stören.

Beispiele von Geschlechterstereotypen im Familienalltag

1) Typisch Junge – typisch Mädchen

Kürzlich sah ich eine Muttertagskarte mit einem Bild von Jungen, die ein Go-Kart fahren, und der Bildunterschrift „Jungen erziehen – ein Extremsport“. Ich habe sechs Kinder, die sich gleichmäßig auf beide Geschlechter verteilen, und habe nicht die Erfahrung gemacht, dass die Jungen waghalsiger, abenteuerlustiger oder verletzungsanfälliger sind als die Mädchen. Die Zahl der gebrochenen Knochen ist gleichmäßig auf beide Geschlechter verteilt. Ich mag die Erwartung nicht, dass Jungen abenteuerlustig und Mädchen untätig sind. Der Ausdruck „Boys will be boys“ bringt mich auf die Palme. Unsere Kinder können alle genauso gut eine Festung bauen, einen Frosch fangen, einen Wurm angeln und im Garten arbeiten. Bei uns gibt es keine geschlechtsspezifischen Sportarten, Hausarbeiten oder Erwartungen.

2) Vorstellungen von Geschlechterbeziehungen

Klar, es war lustig, als ich meine dritte Tochter bekam und alle sagten, dass der Vater jetzt eine dreiläufige Schrotflinte braucht. Aber so witzig ist es nun auch wieder nicht. Die Vorstellung, dass wir unsere Töchter vor ihren zahllosen Verehrern schützen müssen, finde ich einfach nur nervig. Meine Töchter werden gut gerüstet sein, um auf sich selbst aufzupassen. Ebenso lästig ist es, wenn Erwachsene versuchen, den Freundschaften ihrer Kinder Romantik einzuhauchen. Kommentare über zukünftige Ehemänner und kleine Freundinnen, nun ja – seien wir ehrlich, wir projizieren unsere Vorstellungen von Geschlechterbeziehungen auf die Kinder. Vielleicht sollten wir sie aber einfach nur Kinder sein lassen, solange sie es noch sind.

Wie sieht es bei dir zu Hause aus? Hat die kleine Janey einen Freund aus der ersten Klasse? Schaufelt dein Sohn die Einfahrt und deckt deine Tochter den Tisch? Welchen Einfluss hat das Geschlecht auf deine Familie – wenn überhaupt?

Bildquelle: https://www.pexels.com/photo/man-standing-in-the-middle-of-road-1553783/

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