Viele Eltern fragen sich, ob sie ihren Kindern erlauben sollten, sich ein eigenes Auto zu kaufen, oder ob sie ihnen dabei helfen sollten, ein Auto zu bekommen. Im Folgenden geht es um ein paar Dinge, die du bei diesen Überlegungen vielleicht in Betracht ziehen solltest.

Wenn deine Kinder in ein Alter kommen, in dem sie mehr von der Welt entdecken wollen und in der Lage sein wollen, flexibel von einem Ort zum anderen zu gelangen, ohne dabei auf deinen Zeitplan angewiesen zu sein oder wenn sie einen Job haben wollen, zu dem sie jeden Tag fahren müssen, kann das überwältigend werden. Sie scheinen noch so jung zu sein, aber sie werden erwachsen und brauchen mehr Unabhängigkeit, um sich weiter zu entwickeln.

Ist dein Kind bereit?

Auch wenn sich dein Teenager in letzter Zeit mehr zurückgezogen hat, kennst du ihn wahrscheinlich immer noch besser als jeder andere. Auch wenn die Gesetze die Dinge schwarz-weiß erscheinen lassen, gibt es kein magisches Alter, in dem ein Kind zu einem verantwortungsvollen Erwachsenen wird. Vielleicht ist dein Kind emotional und geistig bereit für ein Auto, vielleicht aber auch nicht. Das ist ein Teil der Entscheidung, die niemand außer dir treffen kann. Es kann leicht passieren, dass man zu viele Erziehungsratgeber liest und sich dann nicht mehr auf sein Kind als Individuum mit seinen individuellen Stärken und Schwächen konzentriert.

Es ist erwähnenswert, dass die Freundesgruppe deines Kindes einen großen Anteil daran hat, wie wichtig diese Entscheidung für dein Kind ist und wie es sich auf dein Kind auswirken wird. Wenn es ständig ausgegrenzt wird, weil alle anderen ein Auto haben, oder wenn es an Orte geht, an die du es nicht mitnehmen kannst, wird sich das auf sein Verhalten auswirken. Der Mensch ist ein Rudeltier, und deshalb ist Zugehörigkeit ein wichtiger Bestandteil des Wohlbefindens.

Wie vertrauenswürdig und zuverlässig ist das Auto?

Wenn du deinem Kind erlaubst, sich ein Auto zu suchen (oder wenn du ein Auto für dein Kind suchen willst), solltest du dich darüber informieren, was ein Fahrzeug sicher und vertrauenswürdig macht. Überprüfe, wie gut das Fahrzeug gewartet ist, denn du willst nicht, dass dein Kind mit einem Fahrzeug fährt, das Probleme bereitet und vermeidbare Gefahren mit sich bringt.

Beim Kauf eines neuen Autos solltest du auch auf die Sicherheitsmerkmale achten und darauf, wie gut ein bestimmtes Fahrzeug in Sicherheitstests abschneidet. Natürlich wird dein Teenager wahrscheinlich aus ästhetischen Gründen ein bestimmtes Fahrzeug bevorzugen, die Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit des Autos muss aber an erster Stelle stehen. Auch wichtig zu beachten ist, dass ältere Autos oft schwieriger zu fahren sind.

Wie teuer ist die Versicherung?

Jugendliche haben wenn es um das Autofahren geht einen eher schlechten Ruf. Wenn es darum geht, Versicherungsentscheidungen zu treffen, solltest du dich deshalb vorbereiten. Versicherungen sind eine der wenigen Branchen, in denen Diskriminierungen oder Ungleichbehandlungen noch erlaubt sind. Die Aufnahme eines Kindes in deine eigene Versicherung wird teuer, ebenso wie der Abschluss einer neuen Versicherung speziell für deinen Teenager. Du solltest die Kosten mit deinem Kind besprechen, damit es die Konsequenzen des Fahrens versteht. Vielleicht möchtest du sogar, dass dein Kind einen Teil der Kosten selbst trägt, wenn es einen Job hat.

Wird dein Kind dich um Hilfe bitten?

Die Wahrheit ist, dass die meisten Teenager extrem vorsichtig sind, wenn sie mit dem Autofahren beginnen. Sie schauen nicht auf ihr Handy und weigern sich, sich durch ein Getränk ablenken zu lassen – die meisten von ihnen haben sogar immer noch beide Hände am Steuer. Wenn Kinder jedoch Angst haben durch ihr Verhalten in Schwierigkeiten zu geraten, versuchen sie manchmal, daraus ein Geheimnis zu machen. Dazu könnte auch Fahren unter Alkoholeinfluss gehören. Du musst deinem Kind klar machen, dass es dich immer noch anrufen kann, wenn es sich nicht in der Lage fühlt, zu fahren, egal was passiert. Wenn sie müde sind, emotional, weil sie gerade eine Trennung hinter sich haben, oder betrunken sind, müssen sie dich um Hilfe bitten können.

Schließlich ist es auch von größter Bedeutung, dass du deine Kinder für die Suchtgefahr von Handys sensibilisierst. Jede Benachrichtigung, jedes Like, jeder Share und jeder Kommentar löst beim Betrachten eine Dopaminausschüttung im Gehirn aus. Das bedeutet, dass jeder langsam süchtig nach seinem Handy werden kann. Sprich mit deinem Teenager darüber, wie er der Versuchung, während des Fahrens auf sein Handy zu schauen, widerstehen kann. Das kann Leben retten.

Bist du bereit?

Die oben genannten Überlegungen sind wichtig, damit dein Kind sein erstes Auto bekommt. Es ist wichtig zu wissen, dass dies eine unglaublich emotionale Zeit für dich sein kann. Vielleicht möchtest du mit einem vertrauenswürdigen Freund oder einer Freundin über deine Sorgen und den Schmerz sprechen, den du empfindest, wenn dein Kind sich einen weiteren Schritt von dir in die Selbstständigkeit entfernt.

Bildquelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-im-fahrzeug-13861/

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