Stell dir vor, ein Elternteil eines Kindes, das du kennst, kommt auf dich zu.

„Können (Name des Kindes einfügen) und ich kurz mit dir und (Name deines Kindes einfügen) unter vier Augen sprechen?“

Vielleicht treibt diese Art von „konfrontativem“ Gespräch deinen Blutdruck in die Höhe? Ich weiß, dass es meinen erhöhen würde.

Die Gedanken drehen sich im Kreis und ich werde unruhig:

„Was hat mein Kind getan?“
„Wie wird es sich auf sie auswirken?“
„Wie wird es sich auf mich auswirken?“

Aber was ist, wenn solche Situationen die perfekte Gelegenheit für uns sind, unseren Kindern etwas sehr Wertvolles mitzugeben?

Was wäre, wenn die vorübergehende Unannehmlichkeit, dazu führt ein Gespräch über Freundschaft zu führen, dass zu einer lebenslangen Fähigkeit führen könnte, Beziehungen auf eine gesunde Art und Weise zu führen?

Anstatt Konflikte einfach zu schlichten oder zu vermeiden, haben wir die Chance, unseren Kindern Lektionen in Sachen Liebe zu erteilen.

Als Elternteil hast du die Möglichkeit, deinen Kindern zu helfen, ihre Freundschaften zu ordnen, indem du ihnen einen Ort bietest, an dem sie ihre Gefühle ausleben und teilen können. Du kannst quasi so etwas wie ein Freundschaftscoach sein.

Wie berätst du also jemanden, den du liebst, wenn er verletzt wurde oder jemand anderen verletzt hat? Was sagst du, wenn es ein wiederkehrendes Problem gibt, für das es keine Lösung zu geben scheint? Was tust du, wenn die „Sache“, die passiert, immer wieder vorkommt?

Die Versuchung ist groß, dein Kind aus der Situation zu entfernen.

Wenn du dein Kind stattdessen aber versuchst durch die Situation zu begleiten, lernt es, wie es durch schwierige Beziehungserfahrungen navigieren und dauerhafte Freundschaften entwickeln kann.

Wenn wir uns eine Karte ansehen würden, die von Piraten gemacht wurde (tun wir das nicht eigentlich immer?), würdest du an den Rändern Sätze wie „Hier sind die Drachen“ sehen, die die Orte außerhalb der geplanten Route beschreiben. Es ist ein Ort außerhalb der Komfortzone, ein Ort, an dem die Gefahr lauert.

Unsere Kinder werden sich einigen Freundschaftsdrachen stellen müssen, aber es gibt nichts außerhalb der Komfortzone, das ihr nicht gemeinsam durchqueren könnt. Du weißt, dass sie dort sind, du kannst ihnen manchmal aus dem Weg gehen, aber es gibt auch einen Weg hindurch, wenn du dort landest. Du hast eine Entwicklungskarte, die sie noch nicht haben, und als Elternteil kannst du ihnen helfen, sich zurechtzufinden.

Praktische Tipps

Hier sind ein paar Möglichkeiten, wie du ein guter Freundschaftscoach für deine Kinder sein kannst.

Je nachdem, in welcher Phase sich dein Kind befindet, können diese Ideen einfacher oder komplexer sein.

Dinge die du deinem Kind hierfür beibringen kannst sind:

  • Zeige ihnen wie man Input und offene Kritik von einem Freund oder einer Freundin akzeptiert (sie müssen nicht mit der Situation einverstanden sein, aber bereit sein, zuzuhören und neue Informationen aufzunehmen)
  • Sei großzügig mit Verständnis und Vergebung und sei nicht nachtragend.
  • Lass sie beschreiben, wie sich die andere Person fühlen könnte
  • Erzählt gemeinsam von euren eigenen Misserfolgen
  • Erzähle von Zeiten, in denen ihnen jemand Gnade erwiesen hat
  • Ermutige und tröste und sei offen für den Trost der anderen
  • Macht eine Liste mit Komplimenten, die aufrichtig sind
  • Hilf ihnen, den Wert eines gut getimten Witzes zu erkennen (vor allem für ältere Kinder)
  • Zeige ihnen, wie angemessene Berührungen aussehen und sich anfühlen (Hand auf die Schulter, wenn sie sich entschuldigen, eine Umarmung, ein Händedruck)

Wenn du dein Kind oder deinen Teenager im Bereich Freundschaft unterrichtest, kommt es darauf an, dass du in der Lage bist, Empathie zu zeigen, damit sich dein Kind als Schutzmechanismus nicht in abblockendes Verhalten verfällt. Gesundes Einfühlungsvermögen schafft ein Umfeld, in dem Ratschläge und Nachhilfe vertrauenswürdig sind. Wenn sie dich ansehen können und sehen, dass du zuhörst, und wenn deine Körpersprache ihnen zeigt, dass du sicher bist und offen für andere Lösungen, werden sie dir vertrauen.

Lass die Unebenheiten in den Beziehungen zu Zeiten und Orten werden, an denen dein Kind die Fähigkeit entwickeln kann, andere so zu lieben, wie es sich selbst liebt. Es braucht Zeit, Entschlossenheit, Geduld und wahrscheinlich mehr Kaffee, als du in einer Kanne kochen kannst.

Aber vielleicht wachst du eines Tages auf und dein Kind erzählt dir, dass es ein Problem mit einem Freund oder einer Freundin überwunden und einen Ort der Heilung und Wahrheit erreicht hat.

Und das, meine Freunde, ist der große Gewinn.

Bildquelle: https://www.pexels.com/photo/joyful-ethnic-children-with-grandmother-playing-tower-game-on-floor-5692644/

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